APULIEN, das Land der Trulli - ein Land mit besonders viel Charme und Liebreiz war das Reiseziel unseres diesjährigen Urlaubes. Schon immer wollte ich diese entzückenden Häuschen mit "Zipfelmützendach" einmal in Wirklichkeit sehen. Bisher kannte ich sie nur von Bildern und Büchern. Doch nicht nur die Trulli in Alberobello waren sehr beeindruckend auch andere Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel die weiße Stadt Ostuni, die malerische Stadt Locorotondo und all die herrlichen Sandstrände mit glasklarem Wasser boten unvergessliche Momente.
Hauptsächlich hier in Alberobello wurden früher diese weiß getünchten Rundhäuser namens Trulli gebaut. Das Wort Trullo bedeutet übersetzt "Kuppel". Die Menschen besaßen einen Trullo auf dem Lande und einen in der Stadt. Die Trulli auf dem Lande dienten als Unterkunft während der Zeit der Feldarbeiten. Nach der Ernte zogen die Menschen wieder zurück in die Stadt, da das Leben auf dem Land zu viele Gefahren barg.
Wie in einem Märchen fühlte ich mich, als ich vor diesen lustigen "Zipfelmützen-Häuschen" stand. So, als ob jeden Moment ein Zwerglein oder ein Schlumpf aus einem der Trulli herauskommen müsste. Ich war total fasziniert von diesem einzigartigen Charme, den diese Trulli ausstrahlten.
Hausnummern besaßen die Trulli früher keine. Anstelle derer hatten alle Trulli ein Zeichen auf dem Dach. Obwohl die Häuser mittlerweile Hausnummern haben, blieben die Symbole auf den Dächern bis heute noch erhalten.
Heute noch werden diese Trulli bewohnt. Viele davon dienen als Ferienhaus. Einige dienen leider nur mehr touristischen Zwecken. Sie sind vollgestopft mit Souvenirs vorwiegend "Made in China". Finde ich irgendwie schade.
An der Anzahl der Dächer konnte man genau erkennen aus wie vielen Personen diese Familie, die hier wohnte, bestand. Denn jeder Raum hatte ein eigenes Kuppeldach. So wurden mit der Zeit immer mehrere Trulli aneinandergereiht und so entstand ein Bauwerk mit vielen solcher Kuppeldächern.
Unweit von Alberobello befindet sich diese wunderschöne, weißgetünchte Stadt mit dem klingenden Namen Locorotondo. Schmale, verwinkelte Gassen geschmückt mit bunten Blumen strahlen eine ganz besondere Atmosphäre aus. Trotz Hochsaison herrschte hier eine angenehme Ruhe und so konnte ich ohne große Menschenmenge ungestört meine Bilder knipsen.
Total witzig aber sehr kreativ fand ich dieses Blumenmotiv an einer Hauswand in Locorotondo. Eine ganz besondere Art eine Hauswand zu schmücken!
Auch auf dem Balkon schmücken farbenprächtige Blumen die leuchtend weißen Häuser.
Hier lässt es sich aushalten! Hell, sauber und freundlich präsentiert sich diese charmante Stadt den Besuchern. Ich war begeistert!
Nebenbei genießt man von der Stadt aus einen herrlichen Blick über das bekannte Itria-Tal. Unzählige Oliven- und Mandelbäume prägen das Landschaftsbild dieses Tales. Im Hochsommer findet hier die Mandelernte statt. Auf den Märkten konnten wir frische Mandeln kaufen - ein wahrer Genuss!
Die Stadt Ostuni trägt den Beinamen "Weiße Stadt" zu Recht: Schon von Weitem sieht man sie auf der Anhöhe liegen. Auch hier sind die engen Gassen reichlich mit Blumen geschmückt. Einfach wunderschön!

Die Wände wirken wie frisch gestrichen - kein Wunder, denn jedes Jahr werden die Hauswände neu mit Kalk getüncht.

Das Hotel in dem wir wohnten befand sich direkt am Strand von Torre Canne, ein Ortsteil der Provinz Brindisi. Bekannt ist dieser Kurort vor allem wegen seiner besonderen Strände. Außergewöhnlich feinster Sand kennzeichnet diese kilometerlangen, flach abfallenden Sandstrände. Das Symbol von Torre Canne ist dieser weiße Leuchtturm im Zentrum des Ortes.
Das Wasser ist glasklar und angenehm warm. Auch Nichtschwimmer und Kinder können hier bedenkenlos baden, denn bis weit hinein ist das Wasser kaum tiefer als einen Meter.
Natur pur! Die Sandstrände sind von hügeligen Graslandschaften gesäumt. Keine Straße, wenige Hotels, nur ein paar Campingplätze befinden sich hier entlang des Strandes von Torre Canne .
Am 15. August feiern die Italiener hier das Fest "Ferragosta". Zu dieser Zeit macht quasi ganz Italien Urlaub und deshalb ist in den Hoteanlagen auch ziemlich viel los. Ich konnte es kaum glauben, aber außer uns waren nur so ca. zehn weitere Nicht-Italiener im Hotel. Wir hatten das große Glück und durften dieses Fest mit einer Galanacht, die in unserem Hotel ausgerichtet wurde, mitfeiern. Alles wurde hell beleuchtet, fröhliche Musik erklang und herrliches Essen wurde aufgetischt. Um Mitternacht gab es dann ein wunderschönes Feuerwerk. Eine bleibende Erinnerung für alle Gäste, ganz bestimmt!
Abends schlenderten wir stundenlang barfuß entlang des Strandes. Dabei konnte man angenehm im seichten, warmen Wasser dahinmarschieren - scheinbar endlos. Wenn dann die Sonne tief am Horizont stand leuchtete das Licht besonders schön. Apulien ist wirklich eine Reise wert! Wir werden bestimmt wieder kommen!
Mit diesen Bildern möchte ich mich für heute bei euch verabschieden. Danke für all eure lieben Kommentare. Macht’s gut und bis bald,







