Kokedama selber machen - Pflanzen in Moskugeln

Aus Moos, ein wenig Erde und ein paar farbenfrohen Frühlingsblumen ist diese Mooskugel oder auch Kokedama genannt entstanden. Der Begriff "Kokedama" stammt aus dem Japanischen, was auf Deutsch übersetzt Moosball heißt. Da ich ja sehr oft und gerne mit Moos arbeite, wollte ich so ein Kokedama auch mal ausprobieren. Ehrlich gesagt, war ich überrascht, wie schnell und einfach so eine Mooskugel mit Pflanzen hergestellt ist. Außer Moos, Erde und ein paar Pflanzen benötigt ihr lediglich noch einen Basteldraht und eventuell eine Schnur zum Aufhängen und schon könnt ihr mit eurem Kokedama loslegen! 


Kokedama mit Frühlingsblumen selber machen


Die Idee, die ursprünglich hinter dem Kokedama steckte, war, dass man sich mit diesem Moosball die teuren Bonsaitöpfe, die meist kunstvoll verziert waren, ersparte. So konnten auch ärmere Leute einen Bonsai zuhause aufstellen oder aufhängen. Deshalb wurde das Kokedama auch Bonsai der armen Leute genannt. Mittlerweile werden neben Bonsais auch viele andere Pflanzen in solche Mooskugeln gepackt. Denn diese Pflanztechnik ist inzwischen auch bei uns angekommen und erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Kokedama selber machen - Pflanzen in Mooskugeln

Welche Pflanzen eignen sich für Kokedama?


Für diese japanischen Mooskugeln eignen sich vor allem Pflanzen, die nicht zu groß und üppig werden und eher langsam wachsen. So zum Beispiel das Einblatt, Farne, Sukkulenten, Elefantenfuß, Bonsai und natürlich auch Orchideen. Wenn ihr euch für Orchideen entscheidet, solltet ihr unbedingt auf die richtig Zusammensetzung der Erde achten. Im Fachhandel bekommt ihr dafür ein spezielles Orchideensubstrat. In einer herkömmlichen Erde würde die empfindliche Orchidee schnell eingehen. Da sie in der Natur auf Baumstämmen und kahlen Felsen wächst. Aber auch Zwiebelblumen wie zum Beispiel Narzissen, Tulpen oder Schneeglöckchen könnt ihr in eine Mooskugel pflanzen. Pflanzen, die viel Wasser benötigen, wie zum Beispiel das Zypergras, würde ich eher nicht für ein Kokedama verwenden. 

Kokedama für draußen


Doch nicht nur im Wohnzimmer setzen diese japanischen Mooskugeln grüne Akzente. Auch auf der Terrasse, dem Balkon oder im Garten könnt ihr mit unterschiedlichst bepflanzen Kokedamas farbenfrohe Eyecatcher schaffen. Allerdings solltet ihr darauf achten, dass die Mooskugeln nicht in der direkten Sonne hängen. Denn dann trocknet das Moos zu schnell aus. Das gilt übrigens auch im Wohnbereich. Auch hier sollten Kokedamas wenn möglich, nicht am Südfenster hängen oder stehen.


Kokedama Pflege


Damit der Moosball nicht austrocknet, solltet ihr ihn alle paar Tage tränken. Sobald sich die Mooskugel leicht anfühlt, benötigt sie dringend Wasser. Das Tränken funktioniert am einfachsten, indem ihr das Kokedama in eine Schale mit Wasser taucht. Nachdem der Moosball sich mit Wasser vollgesaugt hat, könnt ihr ihn noch ein wenig ausdrücken. Sobald er nicht mehr tropft, kann er wieder aufgehängt oder aufgestellt werden. Je nachdem, welche Pflanze ihr für euer Kokedama verwendet habt, solltet ihr auch auf eine Düngergabe nicht vergessen. Dazu einfach ein wenig Flüssigdünger ins Gießwasser geben. Bei trockenheitsliebenden Pflanzen wie Sukkulenten oder Kakteen reicht es, wenn ihr den Moosball ab und an einfach mit Wasser besprüht. 


Kokedama DIY mit Frühlingsblumen 



Kokedama selber machen - Pflanzen in Moskugeln

Wie macht man nun so ein Kokedama selber? Eigentlich ganz einfach: Ihr formt aus Erde und Wasser eine Kugel. Dann macht ihr ein Loch in diese Kugel und setzt darin eure Pflanze. Diese Erdkugel verkleidet ihr anschließend mit Moos. Und schon ist euer Kokedama fertig. Da ich für meine Mooskugel mehrere unterschiedliche Pflanzen verwendet habe, habe ich eine etwas andere Arbeitsweise gewählt.

Schwebende Mooskugel selber machen - Material


  • Gartenerde
  • Moosplatten
  • Frühlingsblumen: Narzissen (Tet a Tet), Bellis, Ranunkel
  • Floristendraht
  • Paketschnur
  • Schere


Und so stellt ihr euer eigenes Kokedama her:



Schwebende Moosbälle mit Frühlingspflanzen

Wie schon erwähnt, finden in meiner Mooskugel gleich mehrere Pflanzen Platz. Ich wollte damit einen kleinen schwebenden Frühlingsgarten für meinen Balkon schaffen. Im Unterschied zur üblichen Pflanztechnik habe ich hierbei keine Erdkugel geformt, um die Blumen dann hinein zu pflanzen. Ich habe es mir ein wenig einfacher und leichter gemacht. 

Moosplatte mit Erde bedecken


Für den Moosball benötigt ihr möglichst große Moosplatten. Solche Moosplatten findet ihr vor allem auf großen Steinen oder auch Baumstrünken. Dort könnt ihr das Moos in großen Stücken mühelos ablösen. Legt das Moos mit der grünen Seite nach unten auf den Tisch. Auf das Moos gebt ihr dann Blumenerde.
Nun nehmt ihr die Pflanzen aus ihren Pflanztöpfen und lockert dabei mit einem Messer den Wurzelballen auf. Das ist vor allem dann notwendig, wenn die Blumen bereits länger im Pflanztopf waren und sich ein dichtes Wurzelgeflecht gebildet hat. Nachdem ihr die ausgetopften Pflanzen noch kurz ins Wasser gestellt habt, setzt ihr sie nun auf die mit Erde bedeckte Moosplatte. Achtet dabei darauf, dass die einzelnen Pflanzen möglichst dicht beieinander stehen.

Kokedamas selber machen


Moos mit Draht fixieren


Jetzt klappt ihr die Moosplatte an den Seiten hoch und drückt sie mit den Händen fest. Zum Fixieren der Moosplatte wickelt ihr mehrmals einen Floristen- oder Basteldraht um den Moosball. Ich habe dafür einen grünen Floristendraht verwendet. Somit ist der Draht kaum sichtbar. 


Kokedama Pflegeanleitung

Schnur zum Aufhängen anbringen


Da mein Kokedama ja ein Art schwebender Garten werden sollte, musste ich natürlich noch eine Schnur anbringen. Die Schnur könnt ihr am Drahtgeflecht festbinden. Nun ist unser Kokedama auch schon bereit zum Aufhängen. Wer mag, kann den Moosball natürlich auch auf einem Tablett oder einem hübschen Dekoteller dekorieren. So bekommt ihr beispielsweise eine wunderschöne Tischdekoration


Kokedama Outdoor - Kokedama für den Garten selber machen

Mein mit Frühlingsblumen bepflanzter Moosball schwebt nun hier auf dem Balkon und setzt mit seiner Buntheit einen fröhlichen Farbtupfer vor dieser weißen Holzwand. Wenn die Blumen dann später verblüht sind, werde ich sie in die Erde pflanzen und kann mich dann im nächsten Jahr wieder an ihnen erfreuen. 

Habt ihr auch schon einmal so einen bepflanzten Moosball gemacht? Wenn ja, welche Pflanzen habt ihr für euer Kokedama verwendet?


Ich wünsche euch viel Spaß mit diesem DIY und schicke euch liebe Grüße


SHARE 9 comments

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  1. Hallo liebe Christine,
    du hast dein Blogoutfit geändert ! :O) Love it !
    Diesen Begriff kannte ich bisher nicht, aber die Mooskugeln sind wunderschön - ich habe zugegeben noch keinen gemacht, weil ich immer dachte, wie das wohl mit der Wasserversorgung funktioniert. Jetzt weiß ich es !
    :O))
    Einen wundervollen Ostermontag,
    liebste Grüße
    Gabi

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  2. Oh ja, ich habe das mal ausprobiert, aber irgendwie hat es nicht geklappt, die Erde und das Moos ist immer zerbröselt.
    Schön sieht das aus, ich mag die Idee.
    Dir einen kuscheligen Abend, lieben Gruß
    Nicole

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  3. Das sieht mal wieder so schön aus.
    Liebe Grüße!

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  4. Kokedama... nie zuvor gehört. Da hab ich dank dir wieder was dazu gelernt, liebe Christine! Sieht sehr hübsch aus, diese Blumendeko in der Mooskugel, und auch die Zimmerpflanzen darin finde ich ausgesprochen apart!
    Eine schöne neue Woche wünsch ich dir!
    Alles Liebe, Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2022/04/italien-reisebericht-lucca-toskana.html

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  5. Liebe Christine,

    besonders schön finde ich die Kokedama mit deinen Frühlingsblumen, das ist ein echter Blickfang sowohl drinnen wie auch draußen!

    Liebe Grüße
    Nicole

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  6. Liebe Christine,
    das ist ja interessant! Den Namen kannte ich auch noch nicht. Aber es sieht
    wirklich toll aus, so eine Mooskugel mit bunten Blumen oder Farnen.
    Ganz liebe Grüße von Urte

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